Sascha Nr. 1 im Deutschen Ranking

21.06.2013.09:23

Das letzte Turnier der diesjährigen Grand-Prix-Saision ist gespielt und der Altmeister ist noch lange nicht abzuschreiben. 

Sascha und Jürgen nach der Siegerehrung

Die Grand Prix Serie ist eine Serie von 5 Turnieren die in fünf verschiedenen Städten in Clubs mit mindestens 8 Tischen gespielt wird. Sie gilt als die hochwertigste Turnierserie da es keine Beschränkungen für die Teilnehmer gibt. Es dürfen auch Ausländer mitspielen. Was zum Beispiel bei der Deutschen Meisterschaft nicht der Fall ist.

Bereits in Dortmund und Wuppertal konnte Sascha den Sieg für sich verbuchen und führte dadurch die GST-Rangliste vor dem letzten Turnier in Hamburg an. Die GST (German Snooker Tour) ist eine Verbindung der verschiedenen in Deutschland ausgetragenen Turnierserien. So tragen u.A. die Südstern-Turniere und auch die Saxonian Snooker Ranking Turniere zu dieser Gesamtrangliste bei.

In Hamburg herrschten am Samstag gefühlt 45Grad im Snookerclub und Sascha kam damit erst überhaupt nicht zurecht. Er konnte zwar sein erstes Match in der Gruppe gewinnen, verlor dann aber überraschend gegen Jörg Schneidewindt aus Hannover und qualifizierte sich nur als Gruppen-Zweiter für die K.O.-Runde.

Patrick Dauscher aus Rüsselsheim war dann der erste Gegner der sich nicht über sein Los freute. Sascha konnte das Spiel sicher gewinnen und durfte dann am nächsten Morgen gegen den Holländer Maurice LeDuc der kurz zuvor, wie Sascha, bei der Europameisterschaft in Polen teilgenommen hat. Am Samstag hat er gegen Roman Dietzel drei Breaks über 50 und darunter eine 90 gespielt.

Der Morgen war etwas kühler und unter Druck konnte sich Sascha zusammenreissen und spielte ein solides Snooker zum 3:1 Sieg über den Holländer. In der nächsten Runde kam es dann zum Duell der Sachsen, sozusagen, gegen Marco Weber aus Limbach-Oberfrohna. Marco hatte auch schon einen Grand Prix für sich entscheiden können als er in Rüsselsheim gegen Roman Dietzel gewann.

Doch Marco fand nicht zu seiner Bestform und obwohl Sascha auch nicht aufspielte hatte er am Ende der Frames immer die Nase vorn und gewann klar mit 3:0.

Im Halbfinale stand dann ein Gegner den wohl wenige auf der Rechnung hatten. Andre Lackner setzte sich zuvor gegen Miro Popovic durch und stand so im Halbfinale gegen Sascha. Es war kein besonders berauschendes Spiel aber Andre konnte gut mithalten und so konnte sich Sascha erst im Decider den Sieg und somit den Einzug ins Finale sichern.

Im anderen Halbfinale gings zwischen Jürgen Kesseler, den auch wirklich niemand auf dem Plan hatte - er selbst übrigens auch nicht, da er seinen Rückflug aus Hamburg bereits für 17Uhr gebucht hatte -, und Lukas Kleckers aus Essen heiß her. Sollte Lukas gewinnen und ins Finale einziehen käme es sogar zu einem Spiel um Platz 1 in dem Ranking da Lukas auf Platz 2 stand und mit einem Sieg um 10 Punkte an Sascha vorbeiziehen konnte. Doch irgendwie hatte Jürgen einen Mega-Lauf und spielte fantastisches Snooker. Das Match ging mit 3:2 aus und beide Spieler fabrizierten insgesamt 10 Breaks über 30 wo beide je ein Break über 50 sogar dabei hatten. So ging das Match knapp für Jürgen Kesseler aus und somit war klar das Sascha seinen ersten Platz behalten wird, egal wie das Finale ausgeht.

Jürgen hatte mittlerweile seinen Rückflug abgesagt und sich für den nächsten Tag eine Zugfahrt gesichert. Somit konnte das Finale entspannt angegangen werden. Die Hamburger, die immer für etwas besonderes sorgen, spielten dann sogar Einlaufmusik und riefen die Finalisten auf. Etwa 20 Zuschauer waren begeistert bei der Sache und feierten den Überflieger, Jürgen, mit jedem unglaublichen Stoß den er teilweise sogar mit Ansage auf den Tisch zauberte. Sascha ging erst mit 2:0 in Führung aber Jürgen holte schnurstracks zum 2:2 auf.

Sascha änderte daraufhin seine Taktik und brachte seine Stärken etwas mehr ins Zentrum. Er wusste das Jürgen zwar gute Bälle locht aber das Breakbuilding bei offenem Tisch nicht das sicherste ist. So setzte Sascha Jürgen durch offensives Spiel unter Druck, was Jürgen zu Fehlern verleitete, und konnte sich so mit kleineren aber feinen Breaks den 4:2 Sieg sichern. Im letzten Frame kam sogar noch eine 50 bei raus. Für den Sieg gabs sogar eine Medaille, Pokal und Urkunde.

Hamburg ist wirklich jedes mal etwas besonderes. Vergleichsweise in Wuppertal gab es nur den Schiedsrichter als Zeugen für das Finale zwischen Sascha und Miro Popovic. Keine Urkunde, kein Pokal und keine Medaille. In Dortmund waren es wenigstens noch an die 10 Zuschauer. In Hamburg war schon immer gute Stimmung und es gibt Zuschauer die anheizen. In Hamburg ist es immer wieder eine Freude zu spielen!

Hier noch das aktuelle Ranking (www.german-snooker-tour.de):

Das GST-Ranking mit Sascha auf Platz 1

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